Unter den Flügeln des Allmächtigen (3/19)

Es gibt Hoffnung für den Planeten!

Als sich im Jahre 1983 der britische Pastor Peter Harris mit seiner Familie aufmachte, um in der portugiesischen Algarve ein christliches Feldforschungszentrum ins Leben zu rufen, hatte er noch keine Vorstellung, welch weite Kreise dieser Schritt ziehen würde. 

In seinem Buch Under the Bright Wings (dt. „Unter den Flügeln des Allmächtigen“), beschreibt Harris, wie aus einer tiefen Leidenschaft für die Schöpfung, und dem Wunsch, Gott dort zu dienen, wo es scheinbar wenig Hoffnung für Menschen und Ökosysteme gab, die heute internationale Organisation A Rocha entstand. Während dieses Weges entdeckte er die jahrtausende alten Wahrheiten der Bibel wieder, welche uns herausfordern, als Christen Verantwortung für die uns anvertraute Schöpfung zu übernehmen. So wurde aus dem für Harris ursprünglichen Widerspruch zwischen der Notwendigkeit, „Seelen zu erretten“, und der Arbeit für und mit der Natur, ein sinnerfülltes Puzzle-Bild. Mit viel britischem Humor, aber auch mit Nachdenklichkeit, erzählt er über die turbulenten Anfangsjahre seiner Arbeit in Portugal. Mit seiner Familie erlebte er, was es bedeutet, als Christ lokal zu handeln, seine Mitmenschen und Mitgeschöpfe zu lieben und Gottes erstaunliche Wege mit uns Menschen zu entdecken. Dabei erlebte die Familie Harris auf wunderbare Weise Gottes Führung und Bewahrung. Wie Harris mit einem Augenzwinkern meint, „passieren jedem mal Zufälle, doch Christen passieren sie wohl häufiger“…

Gemeinsam mit Wissenschaftlern und Naturbegeisterten erforscht das Team von Cruzinha die einzigartige, natürliche Vielfalt des Ökosystems in der Algarve. Durch Studien und Beobachtungen konnte ein wichtiger Beitrag geleistet werden, um das wild-romantische Alvor-Tal vor der Bebauung und Zerstörung zu bewahren. Für die vielen hundert Menschen die A Rocha im Laufe der Zeit besucht haben, ist dieser Ort auch ein Symbol für Gastfreundlichkeit: Gutes Essen, gute Gespräche, Gemeinschaft und eine gemeinsame Liebe für die Schöpfung prägen den Geist von A Rocha bis heute. Auf der Suche nach Gottes Plan für Seine Erde entdecken Christen hier aufs Neue, was Gottes Gute Nachricht heute bedeutet – nämlich Frieden für die gesamte Menschheit und die Schöpfung. 

Erlebbar ist das seit 2015 auf dem Freakstock, genauer in der „Wald- und Wiesenkathedrale“ (WWK). Die WWK möchte Begeisterung für Gottes Schöpfung wecken, Ideen für einen nachhaltigeren Lebensstil geben, zum Nachdenken über Christsein und Ökologie anregen und über A Rocha mit seinen Projekten informieren. In den letzten Jahren wurden auf dem Freakstock schon spannende Exkursionen und andere Workshops zu Umweltthemen angeboten – wie zum Beispiel im letzten Jahr eine Bachexkursion. 

Kleine Pfützen voller Leben

“Als wir Ende April eine erste Begehung des neuen Geländes vom Freakstock hatten, fanden wir einen kleinen plätschernden Mittelgebirgsbach vor, der sich durch’s ganze Gelände schlängelte. Daraufhin entstand die Idee, auf dem Freakstock eine Bachexkursion anzubieten. Nach den anhaltend heißen und regenfreien Tagen ist aus dem plätschernden Bach ein kleines Rinnsal geworden und so wussten wir nicht, was wir in dem Gewässer an Lebewesen noch vorfinden würden. Zu unserer Exkursion erschienen um die 50 interessierten Teilnehmer/innen, die unter anderem auf eine kleine Erfrischung im kalten Nass hofften. Nachdem wir alle mit Gläsern, Keschern, Exhaustoren und Literatur bewaffnet hatten, stapften wir los Richtung Bach, oder das was davon noch zu sehen war. Und was kann man sagen: Trotz Bedenken haben wir eine Vielfalt an Lebewesen, in den teilweise nur wenige Zentimeter tiefen Pfützen finden können. Neben Bachflohkrebsen, Libellenlarven, Eintagsfliegenlarven, Köcherfliegenlarven und Zuckmückenlarven fanden vor allem die kleinen Frösche große Begeisterung bei den Kindern. Es war eine gelungene Exkursion, in der wir uns alle nochmal bewusst wurden, wie sehr nicht nur wir, sondern auch die vielen anderen Lebewesen auf diesem Planeten von Wasser und Niederschlag abhängig sind. Und so sehr wir uns über eine Abkühlung im kühlen Nass in diesem Sommer gefreut haben, warteten wohl die kleinen Bachbewohner auch sehnsüchtig auf den Regen.”


Naomi Bosch studiert Agrarwissenschaften in Rostock und hat 2016 hat A Rocha in Frankreich kennengelernt. Seither sucht sie begeistert nach Verbindungen zwischen ihrem Glauben und der Schöpfungsbewahrung.

Renate Wiebe, Landschaftsökologin, ist in ihrem Beruf viel in Bächen und Flüssen unterwegs und untersucht dort die Lebewesen. 2016 war sie zum ersten Mal beim Freakstock in der WWK dabei. Seit sie in einem A Rocha Zentrum in Portugal war, träumt sie davon, A Rocha auch in Deutschland zu gründen.

Julian Sartori hat als Kind an einem Bach gewohnt und schon damals Bachlebewesen gesammelt und beobachtet. Inzwischen arbeitet er beruflich als Bioniker und Zoologe. Bei diesem Freakstock möchte er mehr über die Larven im Freakstockbach lernen.


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